Die Kirche

Die Geschichte von Leutershausen & der evangelischen Kirche

Leutershausen an der schönen Bergstraße liegt inmitten von Weinreben und Feldern an den Ausläufern des Odenwaldes. Die Gemeinde ist bekannt für seine tollen Wanderwege durch Weinberge und Wälder mit einem einmaligen Blick in die Rheinebene. Dank der idealen Verkehrsanbindung und seiner Lage „im Grünen“ ist das kleine Örtchen der ideale Platz zum Arbeiten, Wohnen und Erholen. Heute ist Leutershausen der Lebensmittelpunkt von rund 6.000 Menschen.

Leutershausen

Leutershausen

Leutershausen fand 877 als „Husa“ zum ersten Mal Erwähnung, als der Adelige Liuthar seinen Besitz dem Kloster Lorsch schenkte. In dessen Codex wurde es 897 „Liuthereshusen“ genannt. Im 10. Jahrhundert war Leutershausen Sitz der Lorscher Verwaltung über den Ort selbst, Lützelsachsen, Hohensachsen, Großsachsen und Hege. Die Lorscher Herrschaftsrechte gingen Ende des 12. Jahrhunderts als pfälzisches Lehen an Markward von Annweiler über. Nach dem Aussterben der Lehensträger im 13. Jahrhundert unterstand Leutershausen dann unmittelbar der Kurpfalz.

 

 

evangelische Kirche Leutershausen Turm

evangelische Kirche
Leutershausen Turm

Der massive Turm der evangelischen Kirche aus dem 14. Jahrhundert ist auch heute noch eines der Wahrzeichen von Leutershausen und weit von der Autobahn aus zu sehen. Eine Kirche stand auf diesem Hügel aber bereits vor mehr als 1000 Jahren. Die erste Erwähnung stammt von 877 im Lorscher Codex; eine ihrer Nachfolgerinnen existierte bis zum Jahre 1780. In der Reformationszeit wurde die im gotischen Stil dreischiffig erbaute Kirche mit ihrem geräumigen Altarraum (Chor) dann evangelisch. Bei der Pfälzer Kirchenteilung 1705 fiel die Kirche den Reformierten zu. Der Chorraum ging durch einen Vertrag an die Katholiken und wurde mit einer Mauer vom Kirchenschiff getrennt. Infolge von Zwistigkeiten über die Baupflicht verfiel die Kirche immer mehr. 1756 warf ein schwerer Sturm das Dach vom Turm herab, erst 1812 erhielt er sein heutiges Dach.

 

evangelische Kirche Leutershausen

evangelische Kirche
Leutershausen

1780 wurde die Kirche vollständig abgebrochen und eine neue erstellt, jedoch ohne Chor, da die Katholiken sich 1752 eine eigene Kirche beim Schloss erbauten. 1814 fand die Osterweiterung und 1898 der Choranbau inklusive einer vollständigen Renovierung statt. Weitere Umbauten folgten, u.a. in den Neunzigern mit der Renovierung der historischen Link Orgel aus dem Jahr 1898 sowie der Instandsetzung des Turms und des Kirchenschiffs. Der Turm beherbergte 5 Glocken, deren älteste 1812 in Frankfurt am Main gegossen wurde.

evangelische Kirche Leutershausen Innenraum

evangelische Kirche
Leutershausen Innenraum

Im 1. Weltkrieg musste die Kirche zwei, im Zweiten Weltkrieg drei Glocken abgegeben. Die Kirchengemeinde konnte 1950 dann ein neues, vierstimmiges Geläute anschaffen, das in den ebenfalls neu erbauten Stahl-Glockenstuhl eingebaut wurde. Dieser Glockenstuhl musste im Spätjahr 2014 durch einen neuen Stuhl aus Holz ersetzt werden. Zum gleichen Zeitpunkt erfolgte auch der frische Außenanstrich der Turmfassade. Der Kirchbauverein steuerte zu beiden Sanierungsmaßnahmen die große Spendensumme von 55.000 Euro bei. Außerdem konnte der Kirchbauverein im Dezember 2016 23.118 Euro an die Kirchengemeinde als Zuschuss zum sanierungsbedürftigen Kirchturmdach überweisen.

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